Viele Eltern räumen das Kinderzimmer aus, während das Kind in der Schule ist. Das geht schnell und funktioniert genau einmal. Danach hat man ein Kind, das seinen Sachen misstraut und jede Kiste kontrolliert.
Warum heimliches Aussortieren nach hinten losgeht
Kinder merken das Fehlen früher oder später, oft nach Monaten und dann besonders heftig. Das beschädigte Vertrauen wiegt schwerer als der gewonnene Platz. Sinnvoller ist, den Zugang zu neuen Dingen wie den Figuren bei Stretch Armstrong von vornherein zu begrenzen.
Der richtige Zeitpunkt
Nicht abends, nicht vor einem Termin und nicht direkt nach einem Geschenk. Ein freier Vormittag am Wochenende, mit Zeit und ohne Zuschauer, ist die beste Gelegenheit. Rechnen Sie mit einer Stunde, nicht mit zehn Minuten.
In kleinen Einheiten arbeiten
Nehmen Sie sich ein Regalbrett oder eine Kiste vor, nicht das ganze Zimmer. Wer alles auf den Boden kippt, überfordert das Kind und sich selbst. Nach zwei Fächern ist ohnehin die Konzentration weg.
Drei Stapel reichen
- Bleibt, weil es benutzt wird
- Kommt für einige Wochen in die Lagerkiste
- Geht weg, an ein anderes Kind oder in die Sammlung
- Kaputtes kommt sofort in einen vierten, kleinen Stapel
- Alles Unentschiedene wandert in die Lagerkiste
Die Lagerkiste löst die meisten Konflikte
Wenn Weggeben endgültig wirkt, blockieren Kinder. Eine Kiste, die drei Monate im Keller steht und danach ungeöffnet weitergegeben wird, nimmt der Entscheidung die Schwere. Meistens fragt niemand danach.
Wie Sie fragen sollten
Nicht ob etwas weg kann, sondern womit das Kind zuletzt gespielt hat. Die erste Frage lädt zum Nein ein, die zweite zum Erzählen. Aus den Antworten ergibt sich die Sortierung fast von allein.
Empfindliche Sachen gehören besprochen
Eine klebrige oder gerissene Dehnfigur ist ein guter Anlass zu erklären, warum manches nicht mehr repariert werden kann. Wird sie ohne Erklärung entsorgt, ist der Verlust unverständlich und wird zum Streitpunkt.
Was Erwachsene aushalten müssen
Kinder behalten Dinge, die Ihnen wertlos erscheinen: Verpackungen, kaputte Teile, Steine. Solange die Menge im Rahmen bleibt, ist das ihr gutes Recht. Ausmisten heißt nicht, den Geschmack des Kindes zu korrigieren.
Was danach bleibt
Ein Kind, das mitentschieden hat, hält die Ordnung länger und wehrt sich beim nächsten Mal weniger. Das ist der eigentliche Ertrag, nicht die halb leere Kiste im Flur. Rechnen Sie damit, dass die Aktion zwei- bis dreimal im Jahr nötig wird, dann aber jedes Mal kürzer.